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Hofmattgespräch im Zeichen des Gesundheitswesens

12. November 2024 – Das traditionelle Hofmattgespräch der Mitte Gemeinde Schwyz stand heuer im Zeichen des Gesundheitswesens. Neben den steigenden Kosten standen Reformvorschläge wie die einheitliche Finanzierung der Leistungen im Fokus. Allerdings bereitet den ausgewiesenen Expertinnen und Experten insbesondere der Fachkräftemangel sorgen.

Mit der einheitlichen Finanzierung der Leistungen (EFAS) gelangt am 24. November 2024 eine der wichtigsten Reformen des Schweizer Gesundheitswesens an die Urne. Die Mitte Gemeinde Schwyz nahm dies zum Anlass, um vertieft die Herausforderungen im Gesundheitswesen zu diskutieren. Vor rund 50 Gästen diskutierten Expertinnen und Experten aus Politik und Gesundheitswesen unter der Leitung von Kantonsrätin Irene Huwyler Gwerder mögliche Lösungsansätze. Es waren dies Nationalrat Dominik Blunschy, Franziska Föllmi, Direktorin Spital Schwyz, Simone Bruhin, Hausärztin, Martina Trütsch, ehemalige Leiterin Amt für Gesundheit Kanton Schwyz und René Eichhorn vom Rettungsdienst Schwyz.

Das Gesundheitswesen ist auf einem hervorragenden Niveau
Nationalrat Dominik Blunschy erläuterte in seinem Eingangsreferat die Grundzüge des Krankenversicherungsgesetzes. Er resümierte, dass die Schweiz nach wie vor über eine der besten Gesundheitsversorgung der Welt verfüge und der Zugang zu den Leistungen hervorragend sei. Diese koste und die jährlichen Kosten von über 90 Milliarden Franken würden ihm Sorge bereiten. Insbesondere die steigenden Prämien würden zunehmend auch den Mittelstand stark belasten, Massnahmen seien unumgänglich. Die Expertinnen und Experten betonten indes, dass der Fachkräftemangel, die überbordende Bürokratie sowie der Kostendruck eine grosse Herausforderung sei, um das Level der Gesundheitsversorgung aufrecht zu erhalten. Martina Trütsch forderte eine Abkehr von der Pflästerlipolitik. Einig waren sich die Beteiligten mit Bezug auf die einheitliche Finanzierung: diese sei nur schon aus systemischen Gründen zentral und daher anzunehmen.